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Inversion – es ist wärmer als man denkt!

Wenn man sich den Wetterbericht ansieht, hat man häufig den Eindruck, dass es in den Skigebieten ziemlich kalt ist. Aber wenn man sich dann neue Bilder von seinem Urlaubsziel ansieht, scheint es dort wirklich angenehm zu sein. Merkwürdig? Überhaupt nicht, denn es gibt ein Wetterphänomen, das dazu führt, dass es mitunter oben auf dem Berg viel wärmer ist als unten im Tal, wo die Messungen meist erfolgen. „Der Unterschied kann bis zu 20 Grad betragen, insbesondere, wenn eine dicke Schneedecke liegt und das Wetter klar ist“, erläutert Sverker Hellström vom schwedischen Wetterdienst SMHI.

Häufig wird die Temperatur, die im Fernsehen, in der Zeitung oder im Wetterbericht zu sehen ist, an einer Wetterstation gemessen, die sich auf einer relativ geringen Höhe befindet. Daher kann es auf dem Gipfel deutlich wärmer sein, als es die eisblauen Ziffern für den Ort im Vorfeld des Bergurlaubs verhießen. Der Grund hierfür liegt in der sogenannten „Inversion“.

– „Inversion bedeutet, dass die Temperaturen sich mit zunehmender Höhe umkehren. Am deutlichsten spürt man dies im Gebirge, wo die kalte Luft hinunter ins Tal fließt,“ so Sverker Hellström, Klimatologe bei SMHI.

Normalerweise fallen die Temperaturen, je höher man sich in der Atmosphäre befindet, aber bei Inversion vermengt sich die Höhenluft nicht wie gewohnt. Und die Sonnenwärme reicht nicht aus, um den entstehenden Unterschied aufzulösen. Bei geringer Höhe kann es dann kühl sein, während es gleichzeitig auf dem Berg sehr angenehm ist.

– „In einzelnen Kältelöchern kann sich zusätzlich viel Kaltluft sammeln, und dann kommt es zu sehr großen Unterschieden von 10, 15, 20 Grad“, erklärt Hellström. 

Die gemessenen Temperaturen, die Sie in der Zeitung oder im Fernsehen sehen, können somit erheblich von denen abweichen, die auf der frisch präparierten, glitzernden Piste tatsächlich vorherrschen.

An den SkiStar-Reisezielen tritt das Inversionsphänomen am häufigsten von Dezember bis März auf, ist aber auch zu anderen Zeiten möglich.

Umgekehrt im Sommer

– „Am häufigsten kommt es dazu bei Hochdruck, schwachem Wind und wolkenlosem Himmel, aber Inversion kann sich auch bei Bewölkung halten.

– „Und im Sommer ist es dann umgekehrt, im Tal am wärmsten und weiter oben kühler. Die Inversionswetterlagen sind dann allerdings nicht so kräftig”, so der Klimatologe Hellström.

Genauso, wie Sie keine Angst vor ein paar Zahlen auf den Wetterkarten haben müssen, können Sie sich auch während des Urlaubs beruhigen. Wenn Sie unten im Tal wohnen und das Thermometer am Morgen dunkelblau ist, sagen Sie sich einfach: „Immer mit der Ruhe, die Inversion – oder Temperaturinversion, wie die Meteorologen sagen – ist auf unserer Seite“.

Sälen: Wetterstation 360 m ü. NN (Meter über dem Meeresspiegel). Präparierte Skipisten bis 860 m ü. NN.

Klövsjö (Vemdalen): Wetterstation 549 ü. NN. Präparierte Skipisten bis 875 ü. NN.

Åre: Wetterstation 440 ü. NN. Präparierte Skipisten bis 1.274 ü. NN.

Hemsedal: Wetterstation 604 m ü. NN, 807 m ü. NN und 1.344 ü. NN. Präparierte Skipisten bis 1.450 m ü. NN.

Trysil: Wetterstation 357 ü. NN. Präparierte Skipisten bis 1.100 ü. NN.

Informationen zu Wetterstationen von SMHI und yr.no. Für Angaben zu größeren Gebieten werden die Informationen mehrerer Wetterstationen verwendet; dies sind Beispiele für Stationen in unmittelbarer Nähe der Reiseziele.

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